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Treffpunkt am Park

Gruppe sitzt am Tisch im Hof

In der Kontaktstelle treffen sich wöchentlich etwa 25 bis 30 Männer und Frauen, die an einer psychischen Erkrankung, seelischen Störung und/oder seelischen Behinderung leiden. Eine der Auswirkungen solcher Erkrankungen besteht darin, dass die davon Betroffenen Gefahr laufen zu vereinsamen bis hinein in die Isolation, da die Krankheit vom sozialen Umfeld, d.h. von der eigenen Familie, Freunden, Bekannten kaum oder gar nicht verstanden wird. Der Kranke sieht sich dem Vorwurf ausgesetzt zu simulieren, verrückt zu spielen, keinen rechten Willen gegen das Kranksein aufzubringen etc. mit der Folge, dass ein schmerzhafter Ausgrenzungsprozess in Gang gesetzt wird.

zwei Frauen decken den Kaffeetisch Deshalb versteht sich der Treffpunkt am Park im Sinne eines niedrigschwelligen Angebotes für Menschen, die an einer wie oben beschriebenen Erkrankung leiden. Die Einrichtung bietet einen Ort, von dem man weiß, dass man unverbindlich "immer mal wieder vorbeischauen" kann. Der Besuch bringt im Gegensatz zu anderen Hilfeeinrichtungen (z. B. Tagesstätten) keine Verpflichtungen mit sich. Der Treffpunkt am Park dient der Kontaktstiftung, Kontaktvermittlung und Kontakterhaltung und befähigt bzw. erleichtert es psychisch kranken Menschen am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Die so entstehende Milderung von Isolation und Einsamkeit reduziert das Risiko erneut akut psychiatrisch zu erkranken.

Gruppe am Tisch im Hof Es kommen die unterschiedlichsten Menschen mit und ohne Psychiatrie-Erfahrung zusammen: psychisch gefährdete und erkrankte Menschen, chronisch psychisch kranke Menschen, Menschen in seelischen Krisen und Notsituationen, deren Angehörige, FreundInnen, ArbeitskollegInnen, Nachbarn, einsame Menschen. Sie nutzen die Kontaktstelle z.B. als einen Ort des Austausches, um soziale Kontakte zu knüpfen bzw. zu stabilisieren und an Gruppenangeboten teilzunehmen. Damit bietet der Treffpunkt am Park eine Möglichkeit der Vorbeugung, wenn sich eine psychische Krise „anbahnt“. So gelingt es den Nutzern und der sozialpädagogischen Fachkraft häufig in gemeinsamer Anstrengung einen möglichen psychiatrischen Klinikaufenthalt zu vermeiden. Hierbei ist es enorm wichtig einen guten Kontakt zu den niedergelassenen Fachärzten – gerade in Krisensituationen - herzustellen bzw. zu erhalten.

abstraktes Bild aus der Malgruppe Die Hauptaufgabe des Treffpunkts am Park besteht darin, einerseits eine möglichst anonyme und wenig ängstigende Atmosphäre mit genügend Raum und Abstand zu schaffen, andererseits verbindliche und tragfähige Beziehungen herzustellen. Ferner sind hier in Person des hauptamtlichen Diplom-Sozialpädagogen Carsten Mente Hilfestellungen bei alltäglichen Problemen sowie Interventionen bei akuten Krisen zu bekommen. Zusammen mit den Honorarkräften des Treffpunktes und Herrn Mente werden zudem Gruppenangebote bereitgestellt, die das Aneignen bestimmter Fertigkeiten und Kommunikationsmuster fördern.

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