Diakonieverband Hannover-Land

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Geschichte der Diakonie

Portrait Johann H. Wichern

Die Geschichte der organisierten Diakonie begann 1848, als der Hamburger Theologe Johann Hinrich Wichern beim Wittenberger Kirchentag das Programm der Inneren Mission gegen geistliche und materielle Armut sowie soziale Not entwarf und der „Centralausschuß für die Innere Mission der Deutschen Evangelischen Kirche“ gebildet wurde. Danach entstanden überall in Deutschland Verbände der Inneren Mission mit rechtlich selbständigen, sozialpädagogischen, fürsorgerischen und pflegerischen Heimen, Anstalten und Einrichtungen.

historisches Logo der Inneren Mission 1865 wurde der „Evangelische Verein zu Hannover“ gegründet, der den Initiativen der Inneren Mission in Hannover erstmals einen organisatorischen Rahmen bot. Die Tätigkeit des Evangelischen Vereins war ursprünglich auf die Stadt Hannover beschränkt. 1867 gründete sich der „Hauptverein für die Innere Mission“, der die gesamte Landeskirche umfasste und 1877 mit dem Evangelischen Verein verschmolz. 1924 gab sich der Evangelische Verein eine neue Satzung, die es ihm ermöglichte, auch die Spitzenverbandsfunktion innerhalb der Freien Wohlfahrtspflege wahrzunehmen und benannte sich in „Landesverein für Innere Mission“ um.

Türschild Lutherhaus Hannover, Innere Mission 1945 entstand zunächst das „Hilfswerk der Freien Wohlfahrtspflege“, das in Arbeitsgemeinschaft mit den anderen freien Verbänden im niedersächsischen Raum aktiv war. Zeitgleich gründeten die deutschen Landeskirchen das „Hilfswerk der Evangelischen Kirche in Deutschland“, das sich jedoch erst 1948 ganz in Hannover etablieren konnte. Das Hilfswerk war im Gegensatz zur Inneren Mission, die als freier Verein organisiert war, ein Werk der Landeskirche. 1948 erfolgte die Gründung des „Landesverbandes für Innere Mission“. Innere Mission und Hilfswerk schlossen sich dann 1968 im Diakonischen Werk zusammen, das 1978 im Diakonischen Werk der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers aufging. Daneben blieb der „Landesverein für Innere Mission“ als Förderer des diakonischen Gedankens und Träger verschiedener Einrichtungen bestehen.

Die landeskirchlichen Diakonischen Werke wurden 1975 im Diakonischen Werk der EKD vereint.

Diakonielogo Kronenkreuz Das Kronenkreuz: Zeichen der Diakonie
Prof. Richard Boeland von der Kunstschule Berlin hat das Kronenkreuz 1925 als Zeichen für die Innere Mission entworfen. Er verband die beiden Anfangsbuchstaben I und M in künstlerischer Form. Die Bezeichnung Kronenkreuz erhielt es erst später.
Die neue Deutung sollte Ermutigung sein für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in ihren schwierigen Diensten.

 


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