Frohe Kunde in schwierigen Zeiten:Die Burgdorfer Jugendwerkstatt kann die Qualität ihrer Arbeit jetzt auch per Zertifikat nachweisen. Doch das Jobcenter vermag derzeit nicht alle bestellten Plätze zu besetzen.
VON STEFAN HEINZE
BURGDORF. Die Werkstatt fördert benachteiligte junge Menschen beim Übergang in Ausbildung und Beruf. Mit einer Feierstunde würdigte die Einrichtung des Diakonieverbandes Hannover-Land die Zertifizierung nach dem Standard der Lernerorientierten Qualitätstestierung in der Weiterbildung (LQW). Rund 25 Gäste und Mitarbeiter waren dafür in das ehemalige Fact-Haus an Drei Eichen gekommen.
Um Geld aus dem Jugendwerkstättenprogramm des Landes zu bekommen, ist die Zertifizierung bisher zwar nicht nötig. „Wir erwarten, dass das demnächst Voraussetzung wird“, sagte Werkstattleiterin Gunda Obst aber zur Begründung. Um das Zertifikat zu bekommen, haben die sieben Mitarbeiter fast zwei Jahre lang ihre Arbeit genau unter die Lupe genommen und jeden Arbeitsschritt im Hinblick auf den Nutzen für die Teilnehmer der Maßnahmen überprüft.
So werden beispielsweise Lernfortschritte von der Zuverlässigkeit bis zur Konzentrationsfähigkeit jetzt genau dokumentiert. Eine Bedarfsanalyse brachte an den Tag, dass junge Frauen die Angebote noch zu wenig nutzen. So wurde jetzt neben den Fachbereichen „Farbe und Mechanik“ sowie „Mensch, Umwelt, Technik“ auch der Bereich „Gestaltung und Dekoration“ eingerichtet.
Damit Einrichtungen, die nach dem LQW-Standard zertifiziert wurden, voneinander lernen können, soll ein Netzwerk entstehen. Als Symbol für das Netzwerk hat der hannoversche Künstler Guido Kratz ein abstraktes Bild auf Fliesen geschaffen. Eine dieser Fliesen überreichte die Qualitätsgutachterin Marina Scheffler des hannoverschen Instituts ArtSet bei der Feier stellvertretend für das ganze Team der Werkstatt an Obst.
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| Jugendwerkstatt ist zertifiziert | 164 KB | Anzeiger für Burgdorf & Uetze vom 13.08.2010 |